Archiv Zoo

Mai 2015

Tierpark München: Circus als Beschäftigung in einem wissenschaftlich geleiteten Zoo?!

Im Zuge der Berichterstattung über den bevorstehenden Umzug des vierjährigen Asiatischen Elefantenbullen „Ludwig“ vom Tierpark München-Hellabrunn in die Jungbullengruppe des Zoo Heidelberg hat der Bayrische Rundfunk folgende Fotos veröffentlicht: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/neues-aus-dem-tierpark/tierpark-muenchen-zoo-hellabrunn-146.html

Auf Bild 6 der Fotoserie mit dem verharmlosenden Kommentar: „Die tollsten Tricks hat er drauf“ ist „Ludwig“ im Zweibeinstand zu sehen. Wie ist das Antrainieren solcher Kunststücke im 21. Jahrhundert zu bewerten?

Das Einstudieren bestimmter Übungen erfüllt grundsätzlich drei Zwecke:

1. Manche Übungen ermöglichen Pflege und Behandlung (z.B. sich in beliebigen Positionen ans Gitter stellen, Füße oder Ohren aus dem Gitter geben, Maul öffnen etc.)

2. Das Lernverhalten wird gefördert, der Elefant ist beschäftigt.

3. Im Direkten Kontakt dient das Abfordern von Übungen zusätzlich der Aufrechterhaltung der Vorrangstellung des Pflegers, was im Geschützten Kontakt völlig entfällt.


Bei allen Formen des Zweibeinstandes hingegen handelt es sich um  Circustricks, die in einem wissenschaftlich geleiteten Zoo im 21. Jahrhundert keinerlei Daseinsberechtigung haben. Kunststücke sind zur Pflege und medizinischen Versorgung weder nötig noch geeignet. Tierbeschäftigung nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten fördert stattdessen natürliches Tierverhalten. Durch mannigfaltige Enrichmentangebote lassen sich Elefanten nahezu rund um die Uhr beschäftigen und vermitteln dem Beobachter einen Eindruck ihrer natürlichen Fähigkeiten.  Kunststücke dagegen geben dem unwissenden Besucher den falschen Eindruck vom Elefanten als lustigen Clown, anstatt dessen Würde als Wildtier zu vermitteln. 

Was der Elefant davon hält, interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Auf Bild 5 wird deutlich, dass der Elefantenpfleger im Zoo München "Ludwig" beim Vorführen  beim Vorführen seiner Übungen den Elefantenhaken präsentiert, obwohl er formal „geschützt“ auf der anderen Seite des Zauns steht. Dies ist nur dann erforderlich, wenn ein Elefant während des Trainings die Erfahrung machen musste, dass der Haken zum Durchsetzen der Forderungen des Pflegers (notfalls) auch angewendet wird. Pro forma wird durch den trennenden Zaun zwar Geschützter Kontakt mit dem Jungbullen praktiziert. Doch mit der Philosophie dieses Haltungssystems, das ausschließlich auf Freiwilligkeit und positiver Bestärkung beruht, hat das rein gar nichts zu tun.  Zeitgemäßes Elefantentraining kommt ohne solche Dominanzbekundungen aus. Es ist schade, dass den Verantwortlichen im Münchner Tierpark offenbar die Ideen fehlen, ihre Elefanten statt durch überholte Kunststückchen mit modernen, längst erprobten Methoden verhaltensgerecht zu beschäftigen.

Für „Ludwig“ wird der „Circus“ mit seinem Umzug nach Heidelberg in wenigen Tagen glücklicherweise ein Ende haben, denn die Elefantenpfleger in Heidelberg verzichten auf Elefantenhaken, Dominanztraining und Circustricks. Die vier Elefantenkühe im Zoo München hingegen sind leider weiter den traditionellen Trainingsmethoden ausgesetzt.


April 2015

Beekse Bergen, NL: Neue Freilaufhalle und Übernahme einer Familiengruppe

Zuzüglich zu der großen Außenanlage steht den Elefanten im Safaripark Beekse Bergen seit dem Frühjahr 2015 eine Freilaufhalle als Erweiterung des bisherigen Kuhtraktes zur Verfügung.  Sie wurde seit Herbst 2014 in nur wenigen Monaten Bauzeit an den existierenden Elefanten-Kuhstall angebaut, wobei die bisherigen fünf Boxen erhalten blieben. Die Halle bietet eine Indoor-Lauffläche von 450 m² und ist mit Sandboden, Scheuerbäumen und Enrichment ausgestattet.

Damit hat das Unternehmen Libema schon zum 2. Mal gezeigt, dass tiergerechtes, für Besucher attraktives und preisgünstiges Bauen für Elefanten einander nicht ausschließen: Im August 2014 wurde im ebenfalls von Libema betrieben Zoo „Dierenrijk“ in Nuenen (bei Eindhoven) eine Freilaufhalle gleicher Bauart, ebenfalls mit Sandboden, als Anbau an den bestehenden Stall mit drei Boxen eingeweiht. Auch diese Halle wurde in einer Bauzeit von nur wenigen Monaten preisgünstig errichtet. Es ist sehr schade, dass in deutschen Zoos eine Mentalität vorherrscht, die derartige Zweckbauten für Elefanten undenkbar macht und stattdessen Elefantenhäuser in Massivbauweise erfordert, die Millionen Euro kosten. Bei Verzicht auf „Prestigebauten“ könnten einige deutsche Zoos nach dem Vorbild der Libema-Tiergärten die Lebensbedingungen für ihre Elefanten zeitnah massiv verbessern bzw. neue, moderne Elefantenanlagen schaffen.

Freilaufhalle und Außengehege kommen inzwischen auch der ehemaligen Wuppertaler Zuchtkuh „Punda“ und ihren drei Nachkommen, den Töchtern „Bongi“ und „Pina“ (geb. 2005 und 2013) sowie  Sohn „Shawu“ (geb. 2011), zugute. Der im November 2014 angekündigte Umzug der kompletten Familiengruppe fand Ende März 2015 wie geplant statt und verlief glücklicherweise problemlos. Durch den Transfer hat der erprobte Zuchtbulle „Calimero“ mit Mutter „Punda“ und ihren Töchtern endlich geeignete Elefantenkühe zur Zucht und die bereits geschlechtsreife „Bongi“ einen unverwandten Bullen zur Verfügung. Für das Zuchtprogramm Afrikanischer Elefanten, dessen Tätigkeit in den letzten Jahren geprägt ist von Misserfolgen und Untätigkeit, ist das eine hoffnungsvolle Nachricht. Zudem werden „Punda“ und ihre Kälber jetzt im Geschützten Kontakt gehalten, so dass ihnen das harte Training nach Circusmanier, das im Zoo Wuppertal leider immer noch praktiziert wird, in Zukunft erspart bleibt.


Februar 2015

EEP für Afrikanische Elefanten - Entscheidungen pro oder contra Elefantenzucht?
 

Die Thüringer Allgemeine Zeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe vom 07.01.2015 über die geplanten Entwicklungen der Zuchtbemühungen bei den Afrikanischen Elefanten des Thüringer Zooparks Erfurt. In Erfurt wird neben der 43-jährigen "Safari" mit der 11-jähigen zoogeborenen "Chupa" ein junges Weibchen mit Fortpflanzungspotenzial gehalten. Der Koordinator des Afrikaner-EEP hat für die junge Kuh, die bereits Geschlechtszyklen aufweist, als männlichen Zuchtpartner den 9-jährigen, noch nicht zeugungsfähigen Nachzuchtbullen "Kibo" aus Wien-Schönbrunn vorgesehen.

Weiter heißt es in dem Bericht: "Um die Zuchtchancen zu vergrößern, hatte sich Merz [gemeint ist die Erfurter Zoopark-Direktorin Frau Dr. Dr. Sabine Merz - Anm. der Red.] noch für einen zweiten, älteren Bullen eingesetzt. Der Europäische Zuchtkoordinator, Harald Schwammer aus Wien, hatte diese Idee jedoch abgelehnt. Ein älterer Bulle würde Kibo nur unterdrücken, sagte er unserer Zeitung. Zudem gebe es nicht genügend Zuchtbullen." http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Elefant-Kibo-wird-spaetestens-Anfang-April-in-Erfurt-erwartet-395024182

De facto hat der Koordinator dem Zoopark damit untersagt, einen zuchtfähigen Bullen für die bereits geschlechtsreife "Chupa" anzuschaffen. Dass Afrikanische Elefantenbullen nicht selten später zeugungsfähig werden als Asiatenbullen ist belegt, dass die Zuchtaussichten junger Weibchen mit jedem Jahr ohne Trächtigkeit sinken, ebenfalls.

Inhaltlich sind die Vorwände des Koordinators nach allem, was bekannt ist, nicht haltbar. Gegen die These, dass mehrere Bullen einander unterdrücken gibt es inzwischen diverse Beispiele bei Afrikanern. In den Zoos von Basel und Kronberg gab es in den 1960er Jahren Zuchterfolge bei gleichzeitiger Haltung von zwei Bullen, ebenso im britischen Howletts in den 1980ern. "Krueger" hat in Knowsley in den 2000ern in Anwesenheit des Jungbullen "Nissim"  gezeugt. Im spanischen Cabarceno züchteten die Bullen "Chisco" und "Cita" während der 1990er und 2000er Jahre bei gleichzeitiger Haltung von bis zu drei adulten Bullen, ebenso wie "Pambo" ca. 10 Jahre später bei Anwesenheit des über 10-jährigen "Coco". Im Gegenteil - einen erwachsenen Bullen bei Werbung und Paarung zu beobachten trägt wesentlich zum späteren Zuchterfolg heranwachsender Männchen bei. Da Wien seit Jahren keinen erwachsenen Bullen hält, fehlen "Kibo" diese wichtigen Erfahrungen, welche zum Komplex des Sozialen Lernens dazugehören. Davon abgesehen kann es zunächst auch egal sein, ob der jüngere Bulle zeugt - solange es der ältere tut. Entscheidend wäre, das Zeitfenster der jungen Kuh zur Erstzucht zu nutzen, bevor es sich schließt.

Richtig ist, dass die Zahl erwachsener, fortpflanzungsfähiger Afrikanerbullen im gesamteuropäischen Raum gering ist. Zum Problem wird aber nicht deren Anzahl, sondern eine seit Jahren äußerst ungünstige Aufteilung dieser Tiere auf Zoos, in denen sie ihr Zuchtpotenzial nicht bzw. nicht ausreichend nutzen können:

Im EEP-Raum werden z.Z. 49 männliche Afrikanische Elefanten gehalten. Davon sind 13 Tiere Zuchtbullen. Von diesen haben 6 Bullen mindestens eine fruchtbare Partnerin zur Verfügung und müssen nicht aufgrund vorhandener Töchter getauscht werden, weniger als die Hälfte.

Bei 4 Zuchtbullen ist ein Tausch erforderlich aufgrund Inzuchtgefahr mit eigenen Töchtern: "Tembo"/Berlin, "Tonga"/Hodenhagen, "Tusker"/Wuppertal, "Jums"/Howletts

Weitere 3 Zuchtbullen haben gar kein Weibchen im Bestand, mit welchem (natürliche) Fortpflanzung möglich ist: "Yossi"/Ramat Gan, "Tembo"/Colchester, "Krueger"/Port Lympne bzw. Wraxall

Von 6 weiteren Männchen über 20 Jahre hat nur einer gewisse Chancen zur Fortpflanzung. Fünf dieser Bullen haben keine Zuchtpartnerin: "Shaka"/Duisburg, "Afrique"/Monde Sauvage, "Carl"/Tallinn, "Ben"/Thoiry, "Java"/Fasano

Weitere 13 Bullen sind zwischen 10 und 20 Jahre alt. davon haben nur drei in den Zoos von Toulouse, Lissabon und Boras relativ gute Zuchtaussichten, während 5 Bullen eher schlechte Zuchtaussichten haben und getauscht werden sollten. Noch weitere 5 Bullen dieser Altersklasse haben gar keine zuchtgeeignete Partnerin zur Verfügung.

Somit gibt es in ganz Europa 22 Afrikanerbullen, die aktuell keine oder kaum Zuchtaussichten in ihren Zoos haben, aber als Zuchtpartner für die Erfurter Kuh "Chupa" besser geeignet wären als der Wiener "Kibo".

Neben "Chupa" warten im übrigen in weiteren 13 Zoos noch weitere 37 fruchtbare Weibchen auf einen geeigneten männlichen Zuchtpartner, hinzu kommen 6 sehr junge Nachzuchtkühe, die demnächst geschlechtsreif werden. Die meisten von ihnen warten seit Jahren.

Das europäische Zuchtprogramm für Afrikanische Elefanten steht kurz vor dem Zusammenbruch. Die Situation ist nicht neu, sondern seit langem bekannt. Ursächlich sind weder ein Mangel an fortpflanzungsfähigen Afrikanischen Elefanten noch eine "schwere Züchtbarkeit" verantwortlich. Sollte der Aufbau eines selbsterhaltenden Bestandes misslingen, liegt dies einzig daran, dass in den letzten Jahren zu wenig sinnvolle Entscheidungen getroffen wurden, um das Zuchtprogramm voranzubringen. In diesen Kontext reihen sich die aktuellen EEP-Pläne für Erfurt nahtlos ein.
Betroffen sind davon nicht nur Erfurt, sondern alle Halter, denen gegenüber die Sackgasse des Populationszusammenbruchs als Einbahnstrasse ausgewiesen wird, während der Abzweig zu koordiniertem Bestandsmanagement inzwischen fast schon passiert ist. Es ist nicht nachzuvollziehen, weshalb die Zoogemeinschaft keine vereinten Anstrengungen unternimmt, dies zu ändern.


Januar 2015

Allwetterzoo Münster und Zoo und Night Safari Singapur:                            Weitere Zoos stellen auf modernes, tiergerechtes und sicheres Haltungssystem Geschützter Kontakt um

In den letzten Wochen haben drei zoologische Einrichtungen mit Elefantenhaltung bekannt gegeben, dass das Haltungssystem von „Freiem Kontakt“ auf Geschützten Kontakt umgestellt wird.

Ende Dezember 2014 veröffentlichte die Organisation „Wildlife Reserves Singapore“, die den Zoo Singapur und den Tierpark „Night Safari“ betreibt, dass das Management aller 11 Elefanten, die in den beiden Parks leben, in den nächsten Jahren vollständig auf „Geschützten Kontakt“ umgestellt wird.

Bereits vor einigen Jahren hat sich die Wildlife Reserves Singapur zum Vorreiter in der Elefantenhaltung in Südostasien gemacht, indem man die Haltung des Zuchtbullen „Chawang“ aus Sicherheitsgründen auf den sicheren Geschützten Kontakt umgestellte, nachdem dieser einen Pfleger schwer verletzte hatte.

Begründet wird die Entscheidung der Umstellung des Haltungssystems nicht nur für die Bullen, sondern auch für die weiblichen Elefanten damit, dass Geschützter Kontakt unter modernen Zoos als sicherste Haltungsmethode gilt, die gleichzeitig die medizinische Versorgung und optimale Betreuung der Elefanten sichert. Während die Herstellung der erforderlichen baulichen Anlagen (leider) einige Zeit in Anspruch nehmen wird, haben beide Zoos ab dem 5. Januar 2015 alle Elefantenshows und Spaziergänge außerhalb der Elefantenanlage  sowie alle Aktivitäten, die Besucher in Direkten Kontakt mit den Tieren brachten, eingestellt. Der Begründung, dass dies neben dem Sicherheitseffekt den Tieren mehr Zeit geben wird, miteinander ihr Sozialverhalten auszuleben, stimmt Elefanten-Schutz-Europa voll zu.

In südostasiatischen Zoos werden Elefanten inklusive der hochgefährlichen Bullen bisher leider fast ausschließlich im Direkten Kontakt gehalten, obwohl Elefanten, die in ihren natürlichen Herkunftsländern leben, dort genauso oft gegen Menschen aggressiv werden wie in Zoos und Circussen in Europa und Nordamerika. Umso bedeutender ist die Entscheidung der Wildlife Reserves Singapur.

Auch aus Deutschland, das in Europa im Hinblick auf modernes Elefantenmanagement leider immer noch das Schlusslicht darstellt, gibt es erfreuliche Nachrichten: Nachdem 2014 der Zoo Duisburg seine drei Elefantenkühe in den Geschützten Kontakt übernahm, plant für die Zukunft neben den Zoos von Dresden und Hannover auch der Allwetterzoo Münster die Umstellung für die fünf Elefantenkühe  (Zuchtbulle „Alexander“ wird - wie in Europa für Bullen üblich - bereits im Geschützten Kontakt betreut). In der Berichterstattung der Lokalpresse wird der Kurator des Kölner Zoos, Dr. Olaf Behlert, zur Begründung der Entscheidung damit zitiert, dass Geschützter Kontakt inzwischen europaweit als artgerechter angesehen wird - eine Aussage, der Elefanten-Schutz-Europa ebenfalls voll zustimmt.

Die Umstellung auf Geschützten Kontakt betrifft übrigens sowohl in Singapur als auch in Münster  mehrere Elefantenkühe, die älter als 40 Jahre sind. In Übereinstimmung mit den Erfahrungen in anderen Zoos sieht man darin richtigerweise weder in Singapur noch in Münster ein Problem. Umso unverständlicher ist es, dass z.B. die Verantwortlichen des Karlsruher Zoos unbelehrbar an der Behauptung festhalten, ältere Elefantenkühe würden nicht mehr auf Geschützten Kontakt umgestellt und könnten nur im Direkten Kontakt angemessen betreut werden!


Dezember 2014

Erfolgreiches Projekt:                                                                      Junggesellengruppe Afrikanischer Elefantenbullen im Birmingham Zoo, USA

Der US-amerikanische Zoo Birmingham (Alabama) eröffnete 2010 eine neue Elefantenanlage für die  erste Junggesellengruppe Afrikanischer Elefanten in Nordamerika. Als erste Bewohner zogen der adulte Bulle „Bulwagi“ (33 Jahre) und die drei zoogeborenen Nachwuchsbullen „Ajani“ (14 Jahre), „Callee“ (13 Jahre) und „Tamani“ (8 Jahre) ein. Nach einer langen und vorsichtigen Zusammengewöhnung leben seit Mai 2013 alle vier Elefanten tagsüber zusammen.

Während Vergesellschaftungen Asiatischer Elefantenbullen verschiedener Altersstufen in den letzten Jahren in mehreren europäischen Zoos erfolgreich verliefen, gibt es zu Junggesellengruppen Afrikanischer Elefanten in zoologischen Gärten bisher kaum Erfahrungen. Die wenigen europäischen Zoos, die eine Männergruppe Afrikanischer Elefanten halten bzw. gehalten haben, beschränken sich aus Platzgründen bisher meist auf Zweiergruppen gleichaltriger Jungtiere. Nach bisherigen Erkenntnissen werden junge Afrikanerbullen in einer solchen Konstellation ebenso wie Asiatische Jungbullen leider meist schon vor dem 10. Geburtstag unverträglich. Für eine dauerhafte Lösung des „Bullenproblems“ bei beiden Elefantenarten sind Zweierhaltungen gleichaltriger Jungbullen also keine Option.

Das Zusammenleben der vier Afrikanerbullen in Birmingham funktioniert erfreulicher Weise problemlos, was darauf hindeutet, dass auch für Afrikanische Elefanten die Zukunft der Bullenhaltung in Gruppen von mehreren männlichen Elefanten verschiedener Altersklassen liegt. Ein beeindruckendes Video, das den großen Bullen „Bulwagi“ beim Spielkampf mit seinen jungen Artgenossen zeigt, haben wir für Sie verlinkt.


Herbst 2014

Erfreuliche Entwicklungen im Herbst 2014 in deutschen Zoos

Nachdem einige deutsche Zoos in den letzten Jahren immer wieder dadurch auffielen, entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse und der EEP-Richtlinien Elefantenkühe einzeln abzugeben und dadurch Mutter-Tochter-Paare bzw. eng befreundete Kühe trennten, wurden in den letzten Monaten mehrere Transfers unter Beteiligung deutscher Zoos vorgenommen, die den sozialen Bedürfnissen von weiblichen Elefanten Rechnung tragen.

Den Anfang machte Ende August die 40-jährige Asiatische Elefantenkuh „Thura“, die gemeinsam mit ihrer 5-jährigen Tochter „Rani“ vom Tierpark Hagenbeck in den Zoo Leipzig umzog. „Thura“ war in Hagenbecks Elefantenherde sozial nicht integriert und wurde seit Jahren von den meisten anderen Elefanten fern gehalten. Ziel des Transfers war es, „Thura“ in Leipzig wieder mit ihrer alten Freundin „Saida“ zusammen zu führen, die mit den anderen Elefantenkühen in Leipzig unverträglich ist und dort nur mit dem Bullen vergesellschaftet werden konnte. Beide Tiere hatten viele Jahre zusammen gelebt, zuerst in einem spanischen Zoo und bis zum Jahr 2005 bei Hagenbeck. Erfreulicher Weise verlief der Transport problemlos. „Thura“ und „Saida“ erkannten einander sofort wieder und alle drei Elefanten konnten schon kurz nach der Ankunft gemeinsam auf die Außenanlage gelassen werden. Durch die Entscheidung zur Abgabe gemeinsam mit ihrer Tochter ermöglicht der Tierpark Hagenbeck „Thura“ und „Saida“ nun ein stressfreies Leben in Gesellschaft der besten Freundin und  erspart der kleinen  „Rani“ die traumatische Trennung von ihrer Mutter.

Gleich fünf weibliche Elefanten zogen einige Wochen später aus dem Zoo Hannover in den belgischen Park „Pairi Daiza“ (Brugelette) gemeinsam um:  Matriarchin „Khaing Hin Hin“ (32 Jahre) mit ihren Töchtern „Farina“ (11 Jahre), „Soraya“ (4 Jahre) und  „Malay“ (2 Jahre) sowie Enkeltocher „Amithi“ (2 Jahre). Für diesen Familienclan soll in Pairi Daiza eine neue Anlage errichtet werden; Vergesellschaftungen mit den anderen Elefanten des Parks sind vernünftiger Weise nicht geplant. Die Entscheidung, die ganze Familie zusammen abzugeben, hat gleich mehrere Vorteile: Die sozialen Bindungen innerhalb der Familie von „Khaing Hnin Hnin“ bleiben erhalten, der Zoo Pairi Daiza hat nun eine wunderschöne,  harmonische Familiengruppe, die in den nächsten Jahren sicher für weiteren Elefantennachwuchs sorgen wird, und im Zoo Hannover ist nun Platz, um die miteinander befreundeten Elefantenkühe „Manari“ und „Sayang“ sowie deren Nachwuchs zu behalten. Besorgnis erregend ist aber, dass die fünf Mitglieder der „Khaing Hnin Hnin“-Familie derzeit in Pairi Daiza im Direkten Kontakt gehalten werden. Eine Umstellung auf Geschützten Kontakt soll beabsichtigt sein, aber im Moment bedeutet das  für die Elefantenpfleger ein massives Unfallrisiko, da gleich fünf (!) neue Elefanten unter Kontrolle gehalten werden müssen. In der Vergangenheit haben Vereinsmitglieder mehrfach beobachten müssen, dass die Elefantenpfleger in Pairi Daiza mit grobem Einsatz des Elefantenhakens nicht zimperlich sind.

Mitte November kündigte der niederländische Zoo Beekse Bergen den nächten Transfer einer ganzen Elefantenfamilie aus einem deutschen Zoo an: Afrikanerkuh „Punda“ (22 Jahre) wird im Frühjahr 2015 gemeinsam mit ihren Töchtern „Bongi“ (9 Jahre) und Pina“ (1 Jahr) sowie Sohn „Shawu“ (3 Jahre) aus dem Zoo Wuppertal nach Beekse Bergen umziehen. In Beekse Bergen wird gerade ein neuer Freilaufstall mit Sandboden als Erweiterung zu der bestehenden Anlage errichtet. „Punda“ und ihre Kinder müssen in Wuppertal aufgrund von Unverträglichkeiten mit unverwandten  Elefantenkühen schon seit längerem getrennt gehalten werden. Es ist sehr erfreulich, dass sich auch der Zoo Wuppertal entschlossen hat, im Interesse der Elefanten die ganze Familie gemeinsam abzugeben und den Tieren einerseits traumatische Trennungen zu ersparen und andererseits in Wuppertal mit den Kühen „Sabi“, „Sweni“ und deren Nachwuchs eine harmonische Herde zu behalten. „Punda“ und ihre Kinder werden in Beekse Bergen auch in eine Haltung kommen, die bereits Geschützten Kontakt praktiziert, so dass auch auf der Ebene des Managements für die Tiere eine deutliche Verbesserung eintreten wird.


August 2014

Adoption eines verstoßenen Elefantenkalbs durch eine fremde Elefantin

im „Ichihara Elephant Kingdom“ (Japan)

Die künstliche Aufzucht von neugeborenen Elefantenkälbern gehört zu den schwierigsten Aufgaben in der Elefantenzucht und gelingt fast nie (Todesrate bei beiden Arten ca. 80%). Auch die beiden ersten lebend geborenen Kälber der Asiatischen Elefantenkuh „Zuze“ (geb. 1990 in Riga) aus dem japanischen Zoo Kobe überlebten nicht, nachdem „Zuze“ sie nicht angenommen hatte. Kuhkalb „Momo“, geboren im März 2004, starb bereits im Alter von 13 Monaten an zahlreichen Knochenbrüchen, der häufigsten Todesursache künstlich ernährter Asiatischer Elefantenkälber. An gleicher Ursache starb auch „Zuze`s“ zweiter Nachwuchs, Bullkalb „Oji“, allerdings erst im Alter von 4 ½ Jahren. Zuvor hatte sie 2002 eine Totgeburt.

Im Oktober 2013 wurde die zum vierten Mal schwangere „Zuze“, die in Kobe ohne weibliche Gesellschaft allein mit dem Zuchtbullen „Boy“ lebte, in das „Ichihara Elephant Kingdom“ transferiert, um von der zweifachen Mutter „Pooly“ und deren jüngstem Kalb „Ririka“ (geb. im September 2013)  Mutterverhalten zu lernen. Leider nahm „Zuze“ aber auch dieses Kalb, den am 12. Juni 2014 geborenen Bullen „Yuki“, nicht an. Nachdem das Kalb die ersten Tage mit der Flasche und abgemolkener Milch von „Zuze“ ernährt wurde, entschloss man sich, den kleinen Bullen mit „Pooly“ und deren Tochter zusammen zu führen und zu versuchen, ihn bei „Pooly“ mittrinken zu lassen. Dies gelang so gut, dass beide Kälber inzwischen rund um die Uhr bei „Pooly“ bleiben können.  Der kleine „Yuki“, ein Enkel der beiden prächtigen Stoßzahnträger „Radza“ (gest. 2013 im Zoo Emmen) und „Maxi“ (Zoo Zürich), sollte jetzt die gleichen Chancen wie jedes andere Elefantenkalb auch haben, gesund aufzuwachsen.

Für die derzeit im tschechischen Zoo Ostrava stattfindende Aufzucht eines jetzt 6-monatigen Asiatenkalbs mit künstlicher Ernährung hingegen ist es für eine Entwarnung noch viel zu früh. Das weibliche Jungtier wurde im Februar 2014 mit einem schwachen Saugreflex geboren und trotz gutem Mutterverhaltens von „Vishesh“  gelang es ihr nie, bei der Mutter zu trinken. Zwar entwickelt sich das Baby derzeit zufriedenstellend, verträgt die Flaschennahrung gut und lebt dauerhaft bei seiner Mutter in der Weibchenherde, aber die Gefahr, dass es in den nächsten Jahren zu unheilbaren Knochenproblemen oder einer tödlichen Elefantenherpes-Infektion kommt, ist sehr groß. Im Fall der zweiten, derzeit laufenden Aufzucht eines zoogeborenen Elefantenkalbs mit künstlicher Ernährung traten hingegen bereits schwere Komplikationen ein. Die im September 2011 im japanischen Toyohashi geborene Asiatische Elefantenkuh „Mara“, die von Mutter „Asha“ nicht angenommen wurde, entwickelte sich zunächst gut, zog sich aber Ende Januar 2013 im Alter von 16 Monaten Knochenbrüche in beiden Vorderbeinen zu. Seitdem versuchen die Elefantenpfleger und Tierärzte alles, um ihr Leben zu retten. Auch wenn es erstaunlich ist, dass „Mara“ mehr als 1 ½ Jahre nach den Knochenbrüchen noch am Leben ist, dürfte die Langzeitprognose nicht gut sein.

Ein Video mit Bildern von „Pooly“ mit „Ririka“ und „Yuki“ findet sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=GL92FJOSBbg

Weitere Aufnahmen inkl. Bildern der Geburt und der Zusammenführung mit „Pooly“ sind in diesem Video enthalten: https://www.youtube.com/watch?v=hMchYlvvqAo

Ob „Zuze“ angesichts der Unruhe durch den exzessiven Personaleinsatz bei und nach der Geburt mit einem Dutzend oder mehr Menschen überhaupt eine Chance hatte, zu  ihren Kalb eine Bindung aufzubauen, darf bezweifelt werden. Auch die im Video zu sehenden Haltungsbedingungen, die die Elefanten zu erdulden haben (Leben  in sehr kleinen Gehegen mit Betonböden innen und außen in beiden Zoos, permanente Pflegerdominanz und Circusvorführungen in Ichihara), stimmen traurig.


Juli 2014

Bullentausch im Kaukasus

Seit November 1999 lebte der im Zoo Moskau (am 08.07.1995) zur Welt gekommene Asiatische Elefantenbulle „Grand“ (= „Elbrus“, damals gut 4 Jahre alt) zumeist alleine im armenischen Zoo Erevan. Nur kurzfristig war in diesem Zeitraum eine ältere Kuh anwesend. Die Elefantenanlage in Erevan und insbesondere die Stallung ist für die Hal­tung mehrerer Elefanten bisher nicht geeignet. Im Zoo Tiflis im benachbarten Georgien lebt dagegen die 17-­jährige, aus Laos stammende Elefan­tenkuh „Malka“ zusammen mit ihrem am 30.12.2007 geborenen Sohn „Bunka“. Der Va­ter des Jungtiers (zusammen mit „Malka“ im­portiert) verstarb leider bereits 2008. Um in Tif­lis wieder eine Zucht zu ermöglichen, entstand der Gedanke eines Bullentausches, d.h. den geschlechtsreifen „Grand“ nach Tiflis zu „Mal­ka“ zu transportieren und den mittlerweile 6½ Jahre alten „Bunka“ dafür nach Erevan umzu­setzen.

Im Elefanten-­Magazin Nr. 24/2013 berichteten wir über die ersten Aktivitäten un­serer Vereinsmitglieder Ingo Schmidinger und Nuria Maldonado (Elefantenpfleger) sowie To­bias Dornbusch (Biologe) in den beiden Kau­kasus­-Zoos im Bereich Elefantentraining sowie Haltungs-­ und Managementberatung. Seit No­vember 2013 ist Tobias Dornbusch vollzeitlich im Zoo Erevan tätig mit der Aufgabe der Ver­besserung der Tierhaltung (u.a. durch Enrich­mentmaßnahmen) und insbesondere auch für die Vorbereitung der Elefantentransfers.


Nach vielen und zeitlich oft langwierigen Maßnahmen im Vorfeld (u.a. dem Vertrautma­chen von „Grand“ mit dem speziell angefertig­ten Transportcontainer) und mit Unterstützung durch die beiden erfahrenen Fachtierärzte für Zoo­ und Wildtiere Prof. Dr. Henning Wiesner und Dr. Julia Gräfin Maltzan ist der erste Transport, begleitet von großem Interesse der nationalen Medien, ohne Komplikationen im vorgesehenen zeitlichen Rahmen abgelaufen. Am 11.06.2014 war die Abfahrt von „Grand“ aus Erevan und am 12.06.2014 die Ankunft im Zoo Tiflis, wo das Ausladen ebenfalls reibungsfrei klappte. Neben Tobias Dornbusch war von unserem Verein in den letzten Tagen der Vorbereitung auch wieder Ingo Schmidinger vor Ort. Letzterer sowie Prof. Wiesner und Frau Dr. Maltzan ist für ihre Bereitschaft zu diesem kurzzeitigen, aber sicher etwas ungewöhnlichen Einsatz im Kau­kasus herzlich zu danken! Die kostspielige Aktion (ca. 20.000 US$) wurde gesponsert und durchgeführt von DHL Global Forwarding Armenien und von DHL Global Forwarding Georgien. Ein herzlicher Dank deshalb auch an die Herrn Zurab Sapanadze und Tamar Ivanishvili in Georgien sowie Meghrdich Arzemanian und Heghine Armenyan in Armenien.

Am meisten gefreut haben sich aber alle Beteiligten über das Erlebnis des ersten Zu­sammenlassens von „Grand“ und „Malka“ we­nige Tage später: es war offenbar Sympathie auf den ersten Blick und das Verhalten der bei­ den lässt Hoffnung auf ein erfolgreiches (und hoffentlich „folgenreiches“) Zusammenleben zu. Die erweiterten Innen­ und Außenanlagen mit sicherer Bullenunterkunft bieten räumlich die Voraussetzungen hierzu.
Bei „Grand“ ist übrigens für dieses Jahr eine nicht ganz risikolose Ope­ration an seinen beiden Zahnstümpfen durch ein englisches Ärzteteam geplant.


Am 08.07. wurde nach erfolgreichem Kistentraining auch „Bunka“ im Zoo Tiflis ein­ und am Morgen des 09.07.2014 im Zoo Erevan wohlbehalten wieder ausgeladen, diesmal neben Tobias Dornbusch unter Begleitung des erfahrenen Os­nabrücker Elefantenrevierleiters Detlef Niebler und des Zootierarztes Thomas Scheibe. In Erevan ist in den letzten Monaten in der Ele­fantenhaltung viel geschehen, das Außenge­hege wurde z.B. mit Baumstämmen bereichert und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten eingerichtet. Aber der Ausbau der Anlage und insbesondere der Stallung bleibt vordringlich und soll bald realisiert werden, damit „Bunka“ wieder schnell artgemäße Gesellschaft erhält.

Unser Verein hat somit zum Erfolg dieses Austausches einen wesentlichen Beitrag geleistet, durch Beratung und „Manpower“ vor Ort, aber auch durch Vermittlung von Kontakten zu externen Fachleuten, was praktizierter Tierschutz ist.

L.: "Grand" und "Malka" (r. stehend) verstehen sich in Tiflis gut. R.: Bunka in seinem mit viel Enrichment aufgewerteten Gehege im Zoo Erevan. Fotos: T. Dornbusch


Mai 2014

Enrichment im Tierpark Berlin

Seit Amtsantritt von Herrn Dr. Andreas Knieriem wird bei den Elefanten beider Gruppen (Asiatische und Afrikanische Elefanten) verstärkt mit Enrichment gearbeitet. Im Einsatz sind Heunetze, Futtertonnen und Autoreifen. Die abwechselnd angebotenen Bereicherungen werden von den Elefanten gut angenommen, wie unsere Bilder zeigen.

Tierpark Berlin, Mai 2014: o.l.: "Nova" an der Futtertonne, o.r.´: "Ankhor" mit Heunetz, u.l. "Lilak" und "Kariba" suchen in Autoreifen versteckte Pellets, u.r.: "Kariba" beim Spielen; alle Fotos: N. Keese


Enrichment im Zoo Hannover

Gute Nachrichten aus dem Zoo Hannover: Vor kurzem wurden im Elefantengehege zwei Drahtkugeln mit darin befindlichen Futtertonnen installiert, die mit Pellets gefüllt werden können. Die Elefanten sind dann stundenlang damit beschäftigt, die Leckereien durch kleine Öffnungen heraus zu schütteln. Das „Angebot“ kommt sowohl bei den erwachsenen Kühen als auch den Jungtieren hervorragend an! Zudem ist erfreulich, dass anstelle der „Elefantenshow“ mit unwürdigen Circus-Kunststücken derzeit nur kommentierte Fütterungen stattfinden.


März 2014

Zum Tod von Elefantenkuh „Ilona“ im Zoo Karlsruhe

Am 31. März 2014 musste im Zoo Karlsruhe die ca. 52-jährige Asiatische Elefantenkuh „Ilona“ wegen unheilbarer, schwerer Arthrose eingeschläfert werden. Angesichts dessen, das „Ilona“ seit Monate eigentlich überhaupt nicht mehr laufen konnte und in extrem schlechtem Allgemeinzustand war, kam diese Entscheidung nicht überraschend und ist nachvollziehbar.

Es ist allerdings sehr traurig, dass „Ilona“ nach ihrem Wechsel vom Zoo Heidelberg nach Karlsruhe im November 2009 die letzten Jahre ihres Lebens (wieder) in einem Zoo verbringen musste, dessen Elefantenpfleger zu „Hardlinern“ unter den Anhängern des Direkten Kontakts gehören und die nicht zögern, auch gegenüber alten und schwerkranken Elefanten auf brutale Weise Gebrauch vom Elefantenhakens zu machen.

Sogar in der Woche vor ihrem Tod – der körperliche Zustand der Elefantenkuh war katastrophal schlecht – wurde „Ilona“ vor den Augen einer schockierten Besucherin (Name dem Verein bekannt) durch groben Hakeneinsatz dazu angetrieben, sich schneller zu bewegen. Durch solch rücksichtsloses Verhalten schaffen Elefantenpfleger selbst die besten Argumente, warum ein Wechsel auf Geschützten Kontakt nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch zur Gewährleistung des Tierschutzes dringend erforderlich ist!

Von den folgenden Bildern stammt das Linke aus dem Jahr 2012, als „Ilona“ das Laufen bereits sehr schwer fiel. Das Rechte entstand 3 Tage vor Einschläferung des Tieres:


Februar 2014

Elefantenkälber „auf Entdeckungstour“ im Zoo Wuppertal?!

http://www.zoo-wuppertal.net/4-tiere/s-ruesseltiere-elefanten-afrikanischerelefant-2014entdeckungstour.htm

Auf den Bildern dieser privaten Webseite, zu denen der obige Link führt, ist zu sehen, wie drei Elefantenpfleger des Zoo Wuppertal einen der beiden jetzt dreijährigen Elefantenbullen (entweder „Shawu“ oder „Uli“, beide geb.  im Januar 2011) während der Öffnungszeiten des Zoos in Anwesenheit von Besuchern außerhalb der Elefantenanlage alleine – d.h. ohne Begleitung durch die Mutter oder einen anderen Elefanten – umher führen.

Die EEG hat hierzu bei der Direktion des Wuppertaler Zoos nachgefragt und um die Sichtweise der Verantwortlichen gebeten. In einer nur sehr allgemeinen und wenige Zeilen umfassenden Antwort des Zoodirektors wurde auf unsere umfangreichen Erläuterungen und Hintergrundinformationen zu der Problematik solcher Aktionen für Mensch und Tier leider überhaupt nicht eingegangen - immerhin gab es die Aussage, die vorgebrachten Argumente bei den Überlegungen für die zukünftige  Gestaltung der Elefantenhaltung mit einzubeziehen.

Was von Befürwortern als „Entdeckungstour“, „ungewöhnliche Wege“ und „Spaziergang“ mit schönen Worten vermarktet wird, ist in Wirklichkeit ein Armutszeugnis für einen wissenschaftlich geleiteten Zoologischen Garten im 21. Jahrhundert und die Rückkehr zu überholten und nicht tiergerechten Dressurmethoden aus der Circustradition. Solche „Spaziergänge“ sind für ein Elefantenkalb keine nette Freizeitbeschäftigung und somit auch keine wünschenswerte Verhaltensbereicherung im Zooalltag. Aufgrund der damit verbundenen Trennung von der Familie sind  die Tiere hochgradig stressbelastet, und zwar nicht nur  das Elefantenkalb selbst, sondern auch die im Gehege zurückbleibende Familie. Sowohl dem Jungtier als auch dessen Familie wird beigebracht, die normalerweise für so junge Elefanten unnatürlichen Trennungen hinzunehmen, was letztlich Teil des Kontrollmechanismus im Direkten Kontakt ist. Deshalb sind, derartige „Ausflüge“ auch nur mit Dominanzverhalten bzw. Androhung von Gewalt seitens der Pfleger durchsetzbar – dass die Pfleger auch hier den Elefantenhaken griffbereit haben, ist auf den Bildern gut zu erkennen. Natürliches Sozialverhalten in Familiengruppen, wie es eigentlich Ziel eines jeden wissenschaftlich geleiteten Zoos sein sollte, wird hier einmal mehr der Kontrolle durch den Menschen untergeordnet. Irgendeinen anderen Sinn haben diese letztendlich tierquälerischen  Aktionen nicht, die dazu mit einem immensen Sicherheitsrisiko für die Elefantenpfleger und die Zoobesucher verbunden sind: Panische und somit höchst gefährliche Reaktionen sind in einer solchen Ausnahmesituation, wie sie die Trennung von der Familie und das Verlassen der gewohnten Umgebung darstellen, viel wahrscheinlicher als im „Alltag“. Hinzu kommt, dass die beiden jungen Elefantenbullen mit 3 Jahren längst das Alter erreicht haben, in dem besonders männliche Elefanten oft anfangen, sich gegen die Dominanz der Pfleger zu wehren und gegen Menschen aggressiv werden, so dass die Übernahme in den Geschützten Kontakt für die Wuppertaler Jungbullen ohnehin abzusehen ist. Anschließend ist dann für die restlichen 40 – 50 Lebensjahre Schluss mit der Verhaltensbereicherung durch „Spaziergänge“. Der letzte deutsche Zoo, dessen Pfleger sich mit Bildern von „Zwangsspaziergängen“ eines Elefantenkalbs ohne Mutter brüstete, war der Zoo Dresden, bis  der damals vierjährige „Thabo-Umasai“ im April 2010 eine Pflegerin schwer verletzte und damit solchen Aktionen ein Ende setze. Im Tierpark Hagenbeck hat man sich nach Einsetzen des Zuchtgeschehens übrigens entschieden, das zuvor bei Besuchern beliebte Elefantenreiten durch den Park zu beenden: Den Verantwortlichen war bewusst, dass die zunehmenden sozialen Bindungen durch Jungtiere bei allen Mitgliedern der Elefantenfamilie im Fall von Abtrennungen zu unvorhersehbaren Reaktionen führen können.  


Dezember 2013

Tod von zwei jungen Afrikanischen Elefantinnen

Mitte Oktober 2013 konnte endlich der seit mehr als einem Jahr geplante Tausch der Elefantenkühe des Zooparks Erfurt und des französischen Safariparks Sigean durchgeführt werden: Die beiden Vollschwestern „Akili“ (12 Jahre) und „Chupa“ (10 Jahre), Töchter des in Sigean lebenden Zuchtbullen „N´Dume“, wurden nach Erfurt geholt, während die beiden aus dem Tuli-Import stammenden Erfurter Kühe „Csami“ und „Seronga“ nach Sigean zogen.

Ca. 6 Wochen später, Ende November 2013 kollabierte „Seronga“ in Sigean und starb sofort. Am 13.12.2013 folgte die nächste Schreckensmeldung: In Erfurt musste die junge „Akili“ eingeschläfert werden, nachdem die Pfleger sie morgens liegend aufgefunden hatten und alle Versuche, sie mithilfe der Feuerwehr wieder auf die Beine zu stellen, scheiterten. In beiden Fällen dauert die Ermittlung der genauen Todesumstände noch an.
Für die überlebenden Elefanten in beiden Zoos, die Pfleger und das Zuchtprogramm für Afrikanische Elefanten in Europa sind diese Ereignisse ein schlimmer Schlag.
Zur Vermeidung weiterer Todesfälle ist es extrem wichtig, dass die Todesursachen nicht nur dieser beiden Elefanten, sondern auch der anderen, in den letzten Jahren im EEP-Raum verstorbenen jüngeren Afrikaner vorbehaltlos analysiert und zur Diskussion gestellt werden. Dass der Safaripark Sigean den Tod von „Seronga“ über 3 Wochen lang geheim hielt, obwohl der Tiertausch von einem großen Medienaufgebot begleitet wurde, wirft kein gutes Licht auf den Park.

Einige Tierschutzorganisationen stellen den Austausch von Elefanten zwischen Zoos im Rahmen von Zuchtprogrammen nun grundsätzlich infrage. Elefanten-Schutz Europa dagegen sieht auch nach den Todesfällen solche Vorhaben als richtig an, denn das EEP für Afrikanische Elefanten wird von drei Hauptproblemen bedroht: Zu wenig erwachsene bzw. Zuchtbullen, auslaufendes Zeitfenster zur Erstzucht bei jungen Elefantenkühen und mangelnde Kooperation zwischen den meisten Haltern.    
 
„Csami“ und „Seronga“ sind bzw. waren mit 17/18 Jahren längst grenzwertig alt für eine erste Trächtigkeit. In der alten Anlage kann keinesfalls ein Bulle gehalten werden, auf Eröffnung des neuen Elefantenparks in Erfurt und den Einzug eines Bullen zu warten, hätte höchstwahrscheinlich alle Zuchtaussichten zunichte gemacht. Insofern blieb zur Wahrung einer Restchance auf Mutterschaft ihre Abgabe in einen Zoo mit Bullenhaltung alternativlos. Zu kritisieren ist daran lediglich, dass diese Entscheidung nicht schon Jahre zuvor umgesetzt werden konnte.
Für die bereits geschlechtsreifen Schwestern aus Sigean stand zum Zuchtbeginn nur der eigene Vater zur Verfügung. Am sinnvollsten wäre ein Austausch dieses Bullen gewesen (der ohnehin grundsätzlich dem Austausch von Weibchen vorzuziehen ist). Das scheiterte daran, dass Sigean unter keinen Umständen bereit war, „N´Dume“ abzugeben (was kennzeichnend für die mangelnde Einsicht vieler Halter Afrikanischer Elefanten ist, trotz formaler EEP-Koordination). So blieb als Minimalkonsens nur, die vier fruchtbaren Weibchen zu tauschen. Es bleibt zu hoffen, dass sich wenigstens bei den beiden überlebenden Kühen „Csami“ und „Chupa“ Zuchterfolge einstellen.

Die Population Afrikanischer  Elefanten in europäischen Zoos und Safariparks ist derzeit noch nicht überaltert. Um aber eventuell noch einen sich selbst erhaltenden Zoobestand aufbauen zu können, müssen dringend sämtliche fruchtbaren Tiere in eine geeignete Zuchtsituation überführt werden – die längst nicht für jeden Elefanten besteht. Die hierfür seit Jahren überfälligen Transfers dürfen nicht verhindert, sondern müssen nach sorgfältiger Vorbereitung schnellstmöglich in die Wege geleitet werden.
Hoffnung für den Aufbau von sich selbst erhaltenen Familiengruppen, was nicht nur für einen sich selbst erhaltenden Bestand, sondern auch aus Tierschutzgründen dringend erforderlich ist, besteht nur, wenn sich die in vielen Fällen nicht kooperierenden Halter Afrikanischer Elefanten der dramatischen Situation des gesamteuropäischen Bestandes noch rechtzeitig bewusst werden. Die Frage, ob Zusammenarbeit über die kurzfristigen Interessen des einzelnen Besitzers gestellt werden kann, wird darüber entscheiden, ob uns der Afrikanische Elefant langfristig als Zootier erhalten bleibt.


November 2013

Sozialverhalten von Elefantenbullen:                                                          Videos aus  Amersfoort und Kopenhagen
Elefantenbullen sind entgegen der veralteten „Lehrmeinung“ keine Einzelgänger, sondern hochsoziale Tiere, von deren Anwesenheit in vielen Fällen alle Mitglieder einer Elefantenherde und besonders Jungtiere sehr profitieren können. Gerade Bullkälber suchen den Kontakt mit  adulten Männchen. In diesem Video http://www.youtube.com/watch?v=QHulzzPFIRU aus dem Zoo Amersfoort ist es der einjährige „Kyan“, der gerne mit dem 21-jährigen, mehr als sechs Tonnen schweren „Chamundi“ spielen möchte. Die Interaktionen müssen leider über den Zaun hinweg stattfinden, da „Chamundi“ sich gegenüber den erwachsenen Kühen der Amersfoorter Herde als zu ruppig erwiesen hat.
Anfang November 2013 durfte der älteste Elefantenbulle Europas, der 54-jährige „Chieng Mai“ aus dem Zoo Kopenhagen, erstmalig zu der Weibchengruppe (Bestand: 4 adulte Kühe und ein Jungtier)  auf die große Außenanlage. Laut einer Pressemitteilung des Zoos soll der Bulle nun regelmäßig mit der Herde zusammen kommen. Deckakte sollen in Zukunft in der Gruppe stattfinden, anstatt die Kuh separat dem Männchen in der Bullenanlage zuzuführen. Inzwischen hat „Chieng Mai“ mehrere Nächte in der Herde verbracht und bereits die Kuh „Surin“ gedeckt. Dadurch sind nun auch Kontakte zwischen „Chieng Mai“ und seinem jüngsten Sohn, dem im Februar 2013 geborenen „Kao Sok“, möglich. Trotz großer Aufregung bei allen Tieren verlief das erste Treffen gut, das Video ist hier zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=g2PzOwcXw84&feature=c4-overview&list=UUye3a14XTwGSKyP-T_tAV5w


Oktober 2013


Elefanten vom Zoo Toronto endlich im PAWS Sanctuary in Kalifornien
Am 20.10.2013 kamen die drei verbliebenen Afrikanischen Elefantenkühe des Zoo Toronto (Kanada), „Thika“ (33 Jahre), „Toka“ (43 Jahre) und „Iringa“ (44 Jahre) nach einer ca. 70-stündigen Fahrt und langem Kampf zwischen Tierschützern und Zoounterstützern in der Auffangstation für Circus- und Zootiere der Performing Animal Welfare Society (PAWS) nahe San Andreas an. Die drei Elefantinnen überstanden den langen Transport problemlos und gingen bereits weniger als 24 Stunden nach der Ankunft das 1. Mal ins Außengehege. Durchgeführt wurde der Transport von einem Team aus Elefantenexperten unter der Leitung von Magaret Whittaker der Firma Active Environments, das extra für diesen Anlass zusammen gestellt worden war. Dabei waren neben drei Angestellten aus Toronto Scott Blais (Mitbegründer des Elephant Sanctuary in Tennessee),  Elefantenmanager Jeff Kinzley und Tierärztin Andrea Goodnight vom Zoo Oakland sowie gleich zwei Zoodirektoren:  Joel Parrot vom Zoo Oakland, der Tierarzt ist, sowie der frühere Elefantenpfleger und heutiger Direktor des Alaska Zoo Anchorage, Pat Lampi. Dies ist eine eindrucksvolle Demonstration der Unterstützung aus einigen Zoos, die angesichts des Umstandes, dass PAWS im Vorfeld des Transfers sowohl von der nordamerikanischen Zooorganisation AZA, der kanadischen Zooorganisation CAZA sowie dem Toronto Zoo heftig angegriffen und diskreditiert wurde, beeindruckend ist.


Denn dem Transport war ein fast zweieinhalbjähriger heftiger Streit um das Schicksal der Tiere voraus gegangen, da Zoomanagement und Elefantenpfleger die Entscheidung des Stadtrats von Toronto, die Elefanten in das Sanctuary von PAWS nach Kalifornien zu schicken, nicht akzeptierten und bis zum Schluss mit allen Mitteln dafür kämpften, entweder die Elefantenhaltung in Toronto fortzusetzen oder einen Transfer in das von mehreren Zoos betriebenen „National Elephant Center“ in Florida zu erreichen. Hauptargumente der Anti-Sanctuary-Fraktion waren die angebliche Tuberkulose-Gefahr in PAWS sowie die lange Reisezeit nach Kalifornien, die diese als Tierquälerei ansehen. Fakt ist allerdings, dass bei Elefantentransfers zwischen Zoos sowohl in Nordamerika als auch in Europa Reisezeiten über Land von 2-3 Tagen nicht außergewöhnlich sind, und zwar nicht nur in Bezug auf junge Tiere, sondern auch ältere Elefanten. Solche Transporte sind für die Tiere zweifellos sehr anstrengend, laufen aber trotzdem in aller Regel problemlos ab, erst recht, wenn wie im Falle der Toronto-Elefanten dank Kistentraining auf eine Sedierung verzichtet werden kann. Erinnert sei nur an den Transport der damals 51-jährigen Afrikanerkuh „Peaches“ zusammen mit ihren 34-jährigen Artgenossinnen „Wankie“ und „Tatima“ quer über den Kontinent von San Diego nach Chicago. Diese drei überstanden die Reise genauso wie die Toronto-Elefanten problemlos (die anschließende Umstellung auf das Leben vom sonnigen Kalifornien auf die harten Winter in Chicago allerdings nicht). Auch Afrikanerbulle „Kibo“, der im September 2013 von Boras in Schweden ins spanische Valencia reiste und dafür fast 60 Stunden in der Transportkiste eingesperrt war, ist mit 36 Jahren bereits nicht mehr jung. Sollten sich die Elefantenpfleger in Toronto mit ihrer Bewertung, lange Transporte über Land seien tierquälerisch, durchsetzen, würde dies für nordamerikanische Zoos schwere Konsequenzen haben – allerdings liegt der Verdacht nahe, dass diese langen Reisezeiten nur dann inakzeptabel und tierquälerisch sind, wenn am Ende der Reise ein Sanctuary liegt…


Die vom Fernsehsender CBC produzierte Dokumentation über den Transport ist sehr sehenswert und unter http://www.cbc.ca/fifth/episodes/2013-2014/elephants-on-board-a-journey-to-remember abrufbar. Der vorangegangene Streit über das Schicksal der kanadischen Elefanten (nicht nur aus Toronto) ist Thema einer ebenfalls sehr sehenswerten Dokumentation aus dem Jahr 2012, die unter http://www.youtube.com/watch?v=fzRJ5Y_LxcQ zu finden ist. 


September 2013

Rindenmulchboden im Kölner Elefantenhaus

Im  2004 eröffneten Elefantenhaus des Zoo Köln, das leider komplett mit Betonboden versehen ist, ist seit einiger Zeit im rechten oberen Teil der 1.600 m² großen Innenanlage für die Elefantenkühe und auch im Bullenbereich je eine Teilfläche mit Rindenmulch ausgelegt. Die zunächst kleine Fläche wurde in den letzten Monaten ständig vergrößert. Für die Elefanten hat dies gleich zwei große Vorteile. Einerseits können sich die Tiere jetzt auf weichem Boden viel bequemer zum Schlafen hinlegen als zuvor, was Druckwunden vermeidet und  eine große Steigerung der Lebensqualität bedeutet. Andererseits steht den Tieren jetzt ein großer Bereich zur Verfügung, in dem Urin durch das Bodensubstrat aufgesogen wird, so dass sie nicht mehr in ihren eigenen Fäkalien stehen müssen. Das wird sich positiv auf die Fußgesundheit auswirken. Ein schönes Beispiel, wie man auch Elefantenhäuser, die nicht für einen Sandboden gebaut sind, umrüsten kann!

Jungbulle „Sang Raja“, inzwischen 14 Jahre alt, ist in den letzten Jahren mächtig gewachsen. Dennoch kann er nach wie vor problemlos mit dem voll adulten Bullen „Bindu“ (44 Jahre alt) zusammen gehalten werden.


September 2013

Infantizid im Zoo Halle: Die Tragödie um Elefantenkuh „Bibi“ und die Afrikanischen Elefanten im Tierpark Berlin und im Zoo Halle

Am 17.9.2013 gegen 9 Uhr morgens brachte die ca. 28-jährige Afrikanische Elefantin „Bibi“ im Zoo Halle ein weibliches Jungtier zur Welt, das sie direkt nach der Geburt angriff und tötete. Das Kalb starb an Verletzungen, die ihm die Mutter mit den Stoßzähnen zugefügt hatte. Die Geburt fand in den Bullenboxen des Elefantenhauses, die als Geburtsstall dienten, ohne Ankettung und ohne menschliches Eingreifen statt. „Bibis“ 6-jährige Tochter „Panya“ war bei der Geburt dabei, die übrigen Elefantenkühe hingegen abgesperrt.

Die Aggressionen von „Bibi“ sind auf den ersten Blick völlig unverständlich, da „Bibi“ eine erfahrene Mutter ist und vor ihrem Transfer nach Halle im Tierpark Berlin bereits zwei Töchter problemlos aufgezogen hat. Obwohl bisher im Tierpark Berlin grundsätzlich alle Geburten – auch bei sehr erfahrenen Mutterkühen – an Ketten stattfinden und die Elefantenpfleger Mutter und Kind direkt nach der Geburt „sicherheitshalber“ trennen sollten, brachten einige Mütter ihre Jungtiere allein und ohne menschliches Eingreifen zur Welt, so auch „Bibi“. Bei der Geburt von „Matibi“ 1999 war „Bibi“ angekettet, da damals noch alle Elefanten im Tierpark über Nacht routinemäßig an die Kette gelegt wurden; jedoch fand die Geburt morgens vor dem Eintreffen der Pfleger und damit auch ohne menschliche Intervention statt. „Bibi“ war damals nach der Geburt unruhig, nennenswerte Probleme gab es aber nicht. „Panya“ wurde  2007 früh morgens auf der Außenanlage – wiederum ohne menschliche „Hilfe“ – geboren. Nach Angaben sei sie jedoch zunächst davongelaufen und zeigte Aggressionszeichen, weshalb man auf eine Zusammenführung durch die Pfleger setzte. Angesichts dieser Vorgeschichte war die Entscheidung der Verantwortlichen in Halle, „Bibi“ ohne Ketten und im Beisein ihrer Tochter „Panya“ gebären zu lassen, absolut nachvollziehbar und richtig, denn Elefantenkühe, die ohne Ketten und ohne Störung durch Pfleger gebären dürfen, sind signifikant ruhiger, seltener aggressiv und leiden seltener unter Geburtsstörungen. Dass eine Elefantenkuh, die bereits ein Kalb erfolgreich aufgezogen hat, bei einer späteren Geburt aggressiv reagiert, ist extrem ungewöhnlich – meistens treten derartige Probleme bei erstgebärenden Kühe auf, und selbst bei erstgebärenden Elefantinnen sind ernsthafte Aggressionen gegen das eigene Kalb nicht häufig. Die Infantizidrate betrug zwischen 1875  und dem 01.06.2012 bei 672 Elefantengeburten in Europa, Nordamerika und Australien lediglich 3,3 % http://www.european-elephant-group.com/files/PDF/21_geburten_DrKeese.pdf

Zur Ursachenforschung für das Drama bei „Bibis“ dritter Geburt sollte man den einzigen Faktor betrachten, der sich in „Bibis“ Leben seit den Geburten 1999 und 2007 entscheidend verändert hat: ihre soziale Situation. Die Zuchtgruppe Afrikanischer Elefanten im Tierpark Berlin bestand ursprünglich aus sechs adulten bzw. jungerwachsenen Kühen: „Dashi“ (geb. 1968), „Lilak“ (geb. 1971), „Mafuta“ (geb. 1981), „Pori“ (geb. 1981), „Bibi“ (geb. 1985) und „Sabah“ (geb. 1985). Diese Sechsergruppe bestand sozial gesehen aus drei Untergruppen von Weibchen samt Jungtieren. „Dashi“ hatte „Bibi“ direkt nach deren Ankunft im Tierpark 1987 unter ihre Fittiche genommen und quasi adoptiert; die beiden hatten bis zu „Bibis“ Abgabe nach Halle 2008 eine sehr enge Beziehung zueinander. „Lilak“, 1996 aus dem Zoo Berlin zu der Afrikanergruppe im Tierpark gestoßen, war eng mit der zweiten jungen Kuh „Sabah“ befreundet, und „Pori“ und Mafuta“, die vor ihrem Transfer nach Berlin zusammen im Zoo Magdeburg gelebt hatten, waren unzertrennlich.

Keine dieser drei Sozialgruppen ist heute noch intakt, obwohl nur ein einziges Tier („Sabah“) verstorben ist, denn der noch amtierende Tierparkdirektor Dr. Blaszkiewitz hat bei der Entscheidung, welche Tiere abgegeben werden, auf die sozialen Beziehungen der Tiere keinerlei Rücksicht genommen. So stehen heute mit „Bibi“,  „Mafuta“ und mit „Poris“ Tochter „Tana“  in Halle drei Weibchen, die zueinander keinerlei positive Bindungen haben, während sich im Tierpark „Dashi“, „Lilak“, „Pori“ und die Tochter der inzwischen verstorbenen „Sabah“, „Kariba“ miteinander arrangieren müssen.  Diese rücksichtslose Abgabepolitik von Dr. Blaszkiewitz ist auch die alleinige Ursache dafür, dass in Halle keine erwachsene Elefantenkuh vorhanden ist, die „Bibi“ bei der Geburt hätte beistehen können – „Dashi“, die bei „Bibis“ früheren Geburten immer in ihrer Nähe war und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen beruhigenden Einfluss hatte, musste im Tierpark zurück bleiben. „Bibis“ Verhalten in Halle legt nahe, dass sie sich vor allem mit der dort dominanten „Mafuta“ arrangiert hat, befreundet sind die beiden aber nicht. Insofern ist auch die Entscheidung des Zoo Halle, „Mafuta“ aus Furcht vor Auseinandersetzungen mit „Bibi“ nicht mit in den Geburtsstall zu lassen, absolut nachvollziehbar, zumal „Mafuta“ kein ausgeprägtes „Tantenverhalten“ zeigt. Für „Bibi“ waren die Abgabe nach Halle ohne „Dashi“ und die bereits zuvor erfolgte Trennung von ihrer älteren Tochter „Matibi“ durch deren Transfer nach Osnabrück weitere einschneidende, traumatische Ereignisse. Diese haben das Potential, sich bei einem bereits zuvor traumatisierten Tier („Bibi“ hat wie alle importierten Wildelefanten beim Einfangen ihre Familie verloren) dramatisch auszuwirken. Dabei handelt es sich nicht um „Gefühlsduselei“, sondern um Erkenntnisse der modernen Hirnforschung  (vgl. dazu  http://www.european-elephant-group.com/files/PDF/19_neurobiologie_garai.pdf). Dass „Bibi“ in ihrem Leben (zu) viel mitgemacht hat, sieht man ihr auch an: sie zeigt mit Minderwuchs und starken Stereotypien typische körperliche Merkmale eines schwer traumatisierten Elefanten. Dass sie überhaupt wieder schwanger geworden ist, ist vor diesem Hintergrund das einzige, was überrascht – ihr aggressiver Ausbruch nach der Stresssituation Geburt mit der folgenschweren Attacke auf ihr Jungtier passt leider in das Gesamtbild.

Auch die Tierpark-Elefanten leiden sichtbar an der Situation, wie sie Dr. Blaszkiewitz geschaffen hat: „Dashi“ steht sozial völlig isoliert am Rand der Herde, hat mit „Bibi“ und deren Töchtern bereits drei Sozialpartnerinnen verloren. „Pori“ wird seit dem Verlust ihrer Freundin „Mafuta“ und ihrer Tochter „Tana“ nicht mehr schwanger. Sie hat keine enge weibliche Sozialpartnerin mehr. Seit dem Auseinanderreißen der Sozialgruppen im Tierpark ist die Fortpflanzung in der Afrikanergruppe  völlig zum Erliegen gekommen. Die zweite im Tierpark verbliebe Zuchtkuh, Elefantin „Sabah“, wurde 2010 von „Pori“ so schwer verletzt, dass Sabah“ an den Folgen verstarb. Um „Sabahs“ verwaiste Tochter „Kariba“ (geb. 2006) kümmert sich seit dem Tod ihrer Mutter glücklicherweise deren Freundin „Lilak“, die dominante Kuh der Herde, doch leider wird die Beziehung der beiden zueinander vom Tierparkmanagement (mal wieder) komplett ignoriert: „Lilak“ und „Kariba“ werden im Haus getrennt voneinander so  aufgestallt, dass nicht einmal Rüsselkontakt möglich ist. Waisenkind „Kariba“ muss damit je nach Jahreszeit 14-18 Stunden oder noch länger ohne Kontakt zu ihrer Pflegemutter auskommen, was nicht dazu beitragen wird, die psychischen und körperlichen Folgen des Traumas, das bei einem hochsozialen Lebewesen wie einem Elefanten durch den frühen Verlust der Mutter ausgelöst wird, zu vermindern. Auch „Kariba“, obwohl zoogeboren, zeigt inzwischen Wachstumsrückstände und Verhaltenssstereotypien.

Die Transferentscheidungen von Dr. Blaszkiewitz in den letzten Jahren betreffend die Afrikanischen Elefanten haben damit nicht nur auf das Wohlbefinden der Tiere dramatische, tierschutzrelevante  Auswirkungen, sondern verhindern auch eine Fortsetzung der früher so erfolgreichen Zucht. Es ist dringend erforderlich, zwischen Halle und dem Tierpark Berlin Elefantenkühe auszutauschen, wenn  man weitere erfolgreiche Nachzucht haben will, und zwar gerade auch mit Blick auf die beiden Jungkühe in Halle, „Tana“ und „Panya“, sowie „Kariba“ in Berlin. Rücksichtnahme auf die sozialen Beziehungen von Afrikanischen Elefanten ist keine Gefühlsduselei für idealistische Tierfreunde, sondern notwendige Voraussetzung für den Aufbau einer sich selbst erhaltenden Population in Menschenhand!


Mai 2013

Schöne Nachrichten aus dem Afrikaner-EEP:                                                        Gruppengeburten in Wuppertal und Boras (Schweden)
Nach vielen Todesfällen in den letzten Monaten gibt es auch aus dem Zuchtprogramm für Afrikanische Elefanten im Mai 2013 wieder erfreuliche Meldungen: am 13.05.2013 gebar ... weiterlesen

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Mai 2013

Elefantenbabys aus Hannover nach Osnabrück – Perversion des EEP-Gedankens
Am 06.05.2013 wurden die beiden asiatischen Bullkälber „Nuka“ (geb. am 11.05.2010) und „Dinkar“ (geb. am 06.08.2010) in den Zoo Osnabrück transportiert. Sie sollen dort ... weiterlesen

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April 2013

Zoo Houston/Texas: Circusdressur und der mögliche Zusammenhang zwischen Distress und Herpes
Der Zoo Houston in Texas, USA, rührt die Werbetrommel - mithilfe seiner Elefantenvorführung. In Anwesenheit von Reportern wurde nicht nur das Training der ... weiterlesen

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April 2013

Tod zweier Afrikanerkühe nach Angriffen von Artgenossinnen

Innerhalb weniger Wochen sind zwei Afrikanische Elefantenzuchtkühe Angriffen erlegen. Am 2.April 2013 starb die vierfache Mutter „Swana“ (27 J.) im Howletts...weiterlesen

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Januar 2013

Valencia: Afrikanerzuchtbulle „Pambo“ verstorben

Mit knapp 21 Jahren verstarb am 23.01.2013 im Bioparc Valencia der Afrikanische Elefantenbulle „Pambo“. Nach Angaben auf der zooeigenen Webseite hat sich das Tier ... weiterlesen

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Januar 2013

Gruppengeburt im Zoo Melbourne, Australien


In den frühen Morgenstunden des 17. Januar 2013 gebar die 13-jährige Elefantin „Num-Oi“ ihr erstes Kalb. Das mit 131 kg ziemlich große Bullkalb kam nach einer ... weiterlesen

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Januar 2013

Offener Brief von Elefanten-Schutz Europa e.V. aus Anlass der geplanten Abgabe der Afrikanischen Elefanten aus dem Zoo Osnabrück

Sehr geehrter Zoo Osnabrück,
sehr geehrtes Afrikaner-EEP,

wie Sie wissen, will die European Elephant Group die Elefantenhaltung in Zoos nicht abschaffen, sondern im Gegenteil diese optimieren und erhalten. Wir möchten uns ... weiterlesen

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Dezember 2012

Elefantenfreunde unterstützen Zoos

Zu den wesentlichen Zielen des Vereins Elefanten-Schutz Europa. e.V. zählt, wo immer möglich die Haltungs- und Lebensqualität von Elefanten in Menschenhand verbessern zu helfen. Besonders notwendig ist dies in materiell schlecht ausgestatteten Zoologischen Gärten, wo es mitunter am einfachsten Equipment fehlt, so z.B. in etlichen Zoos Osteuropas.
Nun besteht erstmals die Möglichkeit für Sie, liebe Elefantenfreunde, einen Zoo Ihrer Wahl mit einer Sachspende zu unterstützen!

Elefanten-Schutz Europa e.V. hat zu diesem Zweck Hilfspakete zusammengestellt, die folgenden Inhalt haben...weiterlesen

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November 2012

Elefanten in nordamerikanischen Zoos

Die sehr sehenswerte TV-Dokumentation "THE ELEPHANT IN THE ROOM" (in englischer Sprache) über den Streit zwischen Tierschützern und Zoos um Elefantenhaltung in kanadischen Zoos, die am 09. November 2012 vom kanadischen Sender CBC Television ausgestrahlt wurde, ist unter http://www.youtube.com/user/yukonquestcruelty?feature=watch in vier Teilen abrufbar. Der Beitrag behandelt eingehend die Diskussion um das Schicksal der Elefanten in den Zoos von Anchorage (Alaska/USA), Toronto (Kanada) und Edmonton (Kanada) mit einer Darstellung der Argumente beider Seiten sowie Bildern aus dem PAWS Sanctuary in Kalifornien.

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November 2012

Ende der Kontroverse um die Elefanten aus Toronto?

Der Toronto Zoo (Kanada) hält seit seiner Gründung Afrikanische Elefanten. Von den sieben jungen Elefanten (sechs Kühe, ein Bulle), die dort 1974 angekommen sind, leben heute ... weiterlesen

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November 2012

Tierpark Berlin: Verbesserungen und Rückschritte 
Erfreulicherweise wurde nach gut 10 Jahren die Strukturierung der Asiatenanlage des 
Tierparks durch zwei neue Sandhügel ... weiterlesen
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November 2012

Eine Elefantenfamilie mit 4 Generationen im Zoo Chester

Um 1.30 Uhr morgens am 25.11.2012 hat die junge Elefantenkuh „Sundara“ in dem nordenglischen Zoo ihr erstes Kalb zur Welt gebracht. Die komplikationslose Geburt erfolgte im Beisein ... weiterlesen

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November 2012

Nachrichten aus dem Zoo Pittsburgh über „Thabo-Umasai“

Nach Presseberichten vom 23.11.2012 hat sich der 2006 im Zoo Dresden geborene und im August 2011 an den US-amerikanischen Zoo Pittsburgh transferierte ... weiterlesen

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November 2012

Richtfest für das neue Elefantenhaus im Opelzoo Kronberg

Am 16. November 2012 feierte der Opelzoo Richtfest für das neue Elefantenhaus, das im März 2013 fertig werden soll. ...weiterlesen

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November 2012

Emmen: Abgabe der „Htoo Yin Aye“-Familie steht bevor

Mitte November 2012  hat der Zoo Emmen bekannt gegeben, dass die ca. 30-jährige Elefantenkuh „Htoo Yin Aye“ mit ihrer 14-jährigen Tochter „ Ma Palai“ sowie ... weiterlesen

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November 2012

Elefantenkuh „Tania“ im Zoo Targu Mures/Rumänien und die Problematik mit älteren Elefantenkühen im EEP

Seit September 2012 lebt die ca. 37-jährige Asiatische Elefantenkuh „Tania“ in der neuen Elefantenanlage des rumänischen Zoo Targu Mures. In der rumänischen Presse sind im Oktober Sorgen... weiterlesen

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November 2012

Aktuelle Entwicklung in den Zoos von Twycross und Woburn

Im Herbst 2012 hat der englische Zoo Twycross (Bestand: 4 Asiatische Elefantenkühe) das Haltungssystem wie bereits seit längerem geplant auf „Geschützten Kontakt“ umgestellt. ... weiterlesen

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Oktober 2012

Zoo Köln plant die Abgabe einer Elefantenkuh

Ende Oktober 2012 hat der Zoo Köln bekannt gegeben, dass die 2005 aus Myanmar importierte, ca. 16-jährige Elefantenkuh „Aye Chan May“... weiterlesen

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20.Oktober 2012

Zoo Rhenen: "Tembo" und "Sabi" geht es gut

Vor genau einem Jahr am 20.Oktober 2011 verletzte die Afrikanische Elefantenkuh "Sabi" im Zoo Augsburg einen Pfleger sehr schwer. "Sabi" und die zweite Afrikanerkuh des Zoos, "Tembo", wurden daraufhin ... weiterlesen

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Am 02. Mai 2012 starb Elefantenkuh "Chumpol" an Verletzungen, die sie durch  Angriffe anderer Elefanten erlitten hatte. Unserem Verein liegen Augenzeugenberichte, Fotos und ein Video vor,... weiterlesen

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Auf diesem Video vom 25.08.2012 ist  zu sehen, wie die Elefantenkuh "Sabie" die 7-jährige "Bongi" heftig attackiert  und fast über die Gehegeabsperrung wirft. Einen ähnlichen Vorfall... weiterlesen

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14.06.2012

Zusammenmarbeit unseres Vereins mit Zoologischen Gärten zur Verbesserung der Elefantenhaltung.

Gute Elefantenhaltung erfordert einigen Aufwand und Ideenreichtum. Oft läßt sich schon mit vergleichsweise geringem Aufwand viel Gutes für die grauen Riesen bewirken...weiterlesen

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Herbst 2006

Elefantenkampf im Zoo Köln – vorhersehbar und untragbar

Statement des Vereins ELEFANTEN-SCHUTZ  EUROPA  e.V. / European Elephant Group:


Was in Presse und TV als „spannender Kampf der Giganten“ und als „Elefanten-Wrestling“ im Zoo dargestellt wird, ist in Wirklichkeit ein tiergärtnerisches Desaster....weiterlesen
 

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Ungekürzte Antwort von Zootierarzt Dr. Behlert auf unsere Kritik 

                                                                                      
An ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V., Alexander und Beate Haufellner
                            5. Oktober 2006

Sehr geehrter Herr Haufellner,

bezugnehmend auf Ihren Beitrag zu unserem Elefantenpark kann ich eigentlich der Reaktion von Fred Kurt kaum noch etwa hinzufügen.

Verwundert bin ich schon, denn Sie selbst.... weiterlesen
 

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Unser Antwortwortschreiben an Dr. Behlert vom 11. Oktober 2006

Sehr geehrter Herr Dr. Behlert,

wir danken für Ihr Schreiben vom 05.10.2006, in dem Sie Ihre Sichtweise der Ereignisse nach dem Elefanten-Import aus Thailand darlegen.

Unser Verein wird die von Ihnen gewünschte „Größe“ haben und Ihr ... weiterlesen