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Hintergrund: Unfälle mit Elefanten |
Angriffe von Elefanten auf Menschen sind so zahlreich, dass ihnen im Elefanten-Magazin eine eigene Rubrik eingerichtet werden musste. Eine kleine Auswahl der jüngeren Geschichte haben wir nachfolgend für sie zusammengestellt:
Unfälle mit Elefanten – Dezember 2009 bis Mai 2010
Unfälle mit Elefanten – Dezember 2010 – Mai 2011
Unfälle mit Elefanten – Juni 2010 – Dezember 2011
Die Ausgaben 2 und 3 des Elefanten-Magazins widmen sich schwerpunktmäßig dem Thema “Unfälle mit Elefanten in Zoos und fehlendes Sicherheits-Konzept.
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Unvermeidliche Gefahren im Direkten Kontakt

Seit rund 4.000 Jahren versucht der Mensch, Elefanten zu „zähmen“ und seit den Anfängen begleiten desaströs hohe Unfallzahlen mit unzählbaren Toten und Verletzten diese Tradition – auch heute noch. Im Gegensatz zu anderen wehrhaften Wildtieren wurde der Elefant auch in Zoos früher nahezu ausnahmslos im direkten Kontakt zum Menschen - zu den Pflegern - gehalten, dressiert und dominiert.
Unter diesen Vorzeichen wurde der Elefant haltungsbedingt zum gefährlichsten Wildtier in Zoo und Circus.
Hunderte von Menschen wurden in Zoo und Circus in den letzten 150 Jahren durch Elefanten getötet oder schwer verletzt. Die Dunkelziffer für Unfälle im Circus (und im Zoo), die hinter den Kulissen stattfinden, ist noch weit höher einzuschätzen.
Lange Zeit versuchten Halter in Zoo und Circus, wie in Asien so auch in der westlichen Welt, sogar Elefantenbullen zu dominieren. Durch Elefantenbullen kamen so viele Menschen zu Tode, dass sich unter Elefantenhaltern Redensarten wie „Auf jeden Bullen kommt ein toter Pfleger“ etablierten. Durch Abschaffung der gefährlichen Elefantenbullen bzw. durch eine veränderte, sichere Bullenhaltung glaubte man im 20. Jahrhundert, das Problem gelöst zu haben. Dies erwies sich jedoch als folgenschwerer Irrtum.
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Angriffe und Ausbrüche – Unfälle mit Elefanten begleiten die Geschichte ihrer Circushaltung
In Circussen (Europa/Nordamerika) wurden seit 1980 mindestens 52 Personen nachweislich von Elefanten getötet und ca. 145 Personen teilweise schwer verletzt. Mehr als 100 dieser rund 130 Vorfälle wurden nachweislich durch Weibchen ausgelöst – Quote: über 75 %. Solche Angriffe werden im Circus unvermeidlich bleiben, solange diese Wildtiere im Reisebetrieb mitgeführt werden.
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Das Unfallproblem mit Elefantenkühen in Zoos eskaliert

Seit 1980 wurden nach unseren Recherchen in Zoos und Safariparks (Nachweise betreffen vornehmlich Europa und Nordamerika) 51 Menschen getötet und über 100 zum Teil schwer verletzt.
Unter den über 100 Elefanten, die diese Unfälle verursacht haben, waren 85 weibliche Tiere - ein Anteil von fast 80 %.
Allein im Jahr 2001 kamen in europäischen Zoos (Chester, Dvur Kralove, London) 3 Pfleger durch Elefantenkühe ums Leben. Zwei der an den tödlichen Angriffen beteiligten Elefantenkühe "starben" kurz nach den Vorfällen.
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Jungtiere – Gefährlich im Direkten Kontakt

Während erwachsene Elefantenbullen heute nahezu ausnahmslos ohne Direkten Kontakt gehalten werden, versuchen gegenwärtig noch rund 40% der europäischen Zoos, Weibchen und Jungtiere im Direkten Kontakt zu pflegen. Doch weltweit sind mindestens 30 Angriffe von jungen Elefanten im Alter von sieben und weniger Jahren dokumentiert.
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Sicherheitskonzept für Mensch und Elefant im Zoo
Fakt ist, dass allein von den 32 Elefantenhaltungen im deutschsprachigen Raum in 28 Einrichtungen Angriffe von Elefanten auf Menschen verzeichnet sind. Dies entspricht beinahe 90 % der Elefanten haltenden Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In immer noch zu wenigen der rund 150 Elefanten haltenden Zoos und Safariparks können unkontrollierbare Elefantenkühe bei Bedarf ohne Gefährdung der Pfleger betreut werden. Dies zeigt massive Versäumnisse in der Arbeit der Zoos auf. Deshalb wurden in den letzten Jahren von der European Elephant Group, Arbeitskreis im Verein ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V., ein funktionelles Konzept ausgearbeitet, das beim Bau von Elefantenstallungen und deren Verbindung zu Innen- und Außengehegen eine gefahrlose Betreuung der Elefanten - von männlichen wie weiblichen Tieren - durch die Pfleger gewährleistet. Das Sicherheitskonzept ist variabel und kann somit den grundlegenden Bauplanungen der Zoos und ihrer Architekten angepasst werden. Selbst wenn ein Zoo seine Elefanten zunächst im Direkten Kontakt pflegen möchte: Sollten aggressive Elefanten eine Umstellung des Haltungssystems notwendig werden lassen, kann dies bei vorhandenem Sicherheitskonzept jederzeit problemlos erfolgen.

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Vermittlung gefährlicher Elefanten durch den Verein
ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V.

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Elefanten, die unkontrollierbar wurden, fast ausnahmslos getötet. Mit vier oder fünf Ausnahmen besaß noch Ende des 20. Jahrhunderts kaum ein Zoo die Voraussetzungen, auch aggressive Elefantenkühe ohne Gefährdung des Personals pflegen zu können. Auf Basis der Kontakte unseres Vereins konnten mehrere im Direkten Kontakt gefährlich gewordene Elefanten in geeignete Haltungen abgegeben werden.
Zum Symbol unserer Bemühungen wurde dabei die Vermittlung der Afrikanischen Elefantenkuh „Zambi“: Die Geschichte der heute vierfachen Mutter, die Anfang der 1990er Jahre nach mehreren Angriffen auf ihre Pfleger in Deutschland noch eine Todeskandidatin war, finden Sie unter Cabarceno – die Rettung für “Zambi“.
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Vergleichen Sie dazu auch, bzgl. welcher Aspekte der Unfälle mit Elefanten sich der Verein ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V. verstärkt engagiert! |



